Korsika kreuz und quer – Pfingsten 2014

Etwas müde vom Feiern bis in die Nacht hinein (Luca hatte seinen 17 Geburtstag gehabt) und nachdem endlich auch die allerletzten Sachen verstaut waren, machten wir uns mit Elliot auf den Weg nach Genua . Ganz gemütlich wollten wir es angehen lassen und so tuckerten wir in den Sonntagabend hinein – Mit einem Reisegefährt wie Elliot ist wohl auch gar nichts anders möglich:

ENTSCHLEUNIGUNG heißt das Zauberwort und so machten wir nach 3 Stunden Fahrt und den ersten 180 geschafften Kilometern eine ausgiebige Pause in

Stein am Rhein

(Sonntag 8.06.2014)

Mal wieder eine Stadt am Fluß, die sich die wunderschöne Lage am Wasser zueigen gemacht hat und durch allerlei Installationen, Wasserspielplätze und Gastronomie zum Verweilen einläd, ohne in das Naturell der Flußlandschaft allzu aufdringlich einzugreifen. Es gibt so viele schöne gestalterische Möglichkeiten als Stadt am Fluß… eben die, die  Stein am Rhein oder Tuttlingen (siehe Reisebericht Bodensee 2012) umgesetzt haben… hach…. aber wir waren ja auf dem Weg in den Urlaub und so ließen wir Nürtinger Themen in Nürtingen sein und genossen den Stopp in Stein am Rhein um uns nochmal die Beine zu vertreten, zu Kochen, zu planschen und die Kinder für die Weiterfahrt bettfertig zu machen.

Wir wollten es noch durch den Gotthardtunnel schaffen um uns mit Freunden in Bellizona zu treffen.

Um 21.30 Uhr machten wir uns also wieder auf den Weg und erreichten mitten in der Nacht und völlig k.o. das ersehnte Ziel: Bellinzona mit parkendem hellblauen VW in dessen Bauch unsere Freunde schlummerten (edit: dachten wir zumindest ;)…).

Obwohl der Folgetag der Pfingstmontag war, beschlossen wir gemeinsam am Ufer des Lago Maggiore entlang bis nach Verbania zu fahren, da uns ja nun der ganze Tag blieb um Genua zu erreichen.

Verbania/ Italien

(Montag, 9.06.2014)

Langsam kroch uns auch das Urlaubsgefühl in die Glieder… Laggo Maggiore, Sonne, italienisches Eis, Schlendern durch die engen Gassen von Verbania… da blieb einem gar nichts anderes mehr übrig 🙂

Sogar Elmo kam auf seine Kosten, als er in einer italienischen Eisdiele in den Genuss von gratis Hundeeis aus eigener Herstellung kam.

 

Nach einer waschechten italienischen Autobahnpolizeikontrolle und weiteren 200km kamen wir mit knurrendem Magen im Hafen von Genua an.

Zum Kochen von Pesto und Verschlingen desselbigen reichte es grad noch so, bevor wir auf die Fähre gewunken wurden. Pünktlichst um 22.00 Uhr legte diese dann ab und wir fuhren in die Nacht hinein, Korsika entgegen… und dann… im frühen Morgengrauen, als alles noch schlief und die Sonne gerade mit den ersten Strahlen über den Meeressaum tastete, tauchte sie auf… die Insel! Schon hundert mal gesehen und immer wieder zutiefst gerührt von diesem Anblick!

Korsika

(Dienstag, 10. Juni – Donnerstag, 26. Juni)

Unser erster Weg führte uns, wie es schon Tradition hat zum alten Brunnen nach Erbalunga – einfach um der Wohnmobillawine, die sich für gewöhnlich nach Süden wälzt, nachdem sie aus der Fähre ausgespuckt wurde zu entrinnen. Zum anderen, weil hier oben am Cap – in Sisco nämlich, das Camp liegt, in dem ich viele viele Jahre internationale Jugendbegegnungen leitete und im Vorstand ehrenamtlich mitgewirkt habe. Dort vorbeizuschauen ist einfach Pflicht 🙂 Wenn Euch das Thema interessiert oder ihr Euren Halbwüchsigen mal einen wirklich tollen Gruppenurlaub gönnen wollt, könnt ihr auf der homepage schauen, was für eine tolle und sinnvolle Arbeit die ganzen ehrenamtlichen Betreuer des Vereins, der damals aus einer Elterninitiative entstanden ist, bis heute machen:

Förderkreis Ferienzentren Schopfheim, kurz und liebevoll: FöFe genannt

(Soviel Werbung muss sein 😉 …)

Nun aber zurück nach

Erbalunga

(Dienstag, 10. Juni 2014)

wo wir uns mit unseren Freunden erst mal einen korsischen Kaffee und legendäre Pain au chocolat zu Leibe führten

Frisch gestärkt gings weiter nach Sisco zu Vero… der beste Campingplatz um auf Korsika anzukommen, alle Betriebssysteme herunterzufahren, abzuschalten, durchzuatmen und in einen erholsamen Urlaub zu starten.

Marine de Sisco

(Dienstag, 10.Juni – Donnerstag, 12.Juni 2014)

auf dem Platz von Vero – Camping Casaoila- war für die kommenden 2 Nächte also unser Heimathafen.

Faulenzen, beachen, faulenzen, alte und neue Freunde treffen (das Aufkommen von alten FöFes war dieses Jahr beträchtlich) und auch aus Nürtingen erwarteten wir am Nachmittag ein weiteres Pärchen. Einfach ANKOMMEN war erst mal die Devise.

Weil es aber an der Küste drückend und schwül war, zog es Ralf und mich schon bald zu einem Ausflug ins Siscotal… hoch in die Berge, wo wir die frische Luft, die Stille und den atemberaubenden Blick bis Italien genießen konnten. Vero hatte uns am morgen schon gewarnt: für die kommenden Tage waren schwere Unwetter angesagt.

Am Donnerstag brachen wir dennoch Richtung Cap auf. Zuvor gönnten wir uns aber eine Erfrischung in einem wunderherrlichkalten Gumpen unter einer alten Genuesenbrücke im Tal von Pieatracobara.

Weiter gings nach Maccinaggio um sich dort das beste Eis Korsikas einzuverleiben: Selbstgemachtes Eis nach der Geheimrezeptur des Urgroßvaters von Christian: Glacier Clavel! Leider war Christian selbst nicht da, aber seine Frau 🙂 und das Pistazieneis schmeckte wie immer einmalig! Da uns Freunde am Vortag von Quallen am Strand Tamarone berichtet hatten, ließen wir den traumhaften Strand im Naturschutzgebiet von Maccinaggio dieses mal rechts liegen und fuhren gleich nach Baracaggio, wo wir die nächsten 2 Nächte verbringen wollten.

Barcaggio…

(Donnerstag, 12. Juni – Samstag, 14. Juni 2014)

…das  nördlichste Fischerdörfchen Korsikas, wohin sich nur wenige Besucher verirren. Zwischen Macinaggio und Barcaggio schlängelt sich ein Zöllnerpfad der „sentier des douaniers“ der Küste entlang, der an zwei Genuesentürmen und wunderschönen Sandstränden vorbeiführt. Es ist wirklich eine empfehlenswerte Wanderung, die man gut auch westwärts weiterführen kann, denn die Zöllnerpfade gibts um ganz Korsika herum. Sind einem die 6 Stunden die man rechnen muss zu viel, kann man den Weg auch in Abschnitten als Spaziergang unternehmen, sollte man kleine Kinder wie wir dabei haben, zB. von Barcaggio zum Genuesenturm Tour d`Agnello und zurück, wie ich es im Reisebericht Korsika 2012 beschrieben habe. Dieses mal gings für uns jedoch zu Fuß in die andere Richtung, aber dazu später, denn zunächst genossen wir am Strand ein meergekühltes Abendbier 🙂

Leider mussten unsere Freunde nach der ersten Nacht in Barcaggio aus gesundheitlichen Gründen ihren Urlaub abbrechen und so waren wir ab jetzt wieder alleine unterwegs 🙁

Nach zwei Nächten und ausgiebigem beachen, zog es uns weiter. Da mir zuhause schon der Fuß juckte und es für mich eine der schönsten Dinge ist auf Korsikas Pfaden durch Macchia und Gestein zu Fuß unterwegs zu sein, schnürten Nele und ich die Schuhe, Liam wurde in die Kraxe gepackt und so machten wir uns wetswärts auf Richtung Tollare. Ralf wollte nach dem Abwasch zusammenpacken und mit Elliot auf der D 253 folgen. Diesen Abschnitt war ich noch nie gelaufen und so war es mir anfangs doch etwas mulmig, mit den beiden Kindern und Elmo so ins Ungewisse zu maschieren. Die Schönheit der Landschaft, der Duft und und die fröhlich trappelnden Kinder- und Hundefüsse vor mir und das ermunternde „Hüüüüja Mama“ auf meinem Rücken, ließen mich das schnell vergessen. Für Familien mit Kleinkinder ist dieser Weg wirklich zu empfehlen – viiiiiel kürzer als ich dachte, keine Steigungen und keine allzu steilen Klippen. Man könnte auch gut hin und zurück laufen mit Kindern (Nele ist 5 Jahre alt).

In Tollare kamen wir sogar noch vor Ralf an, so konnte ich den Parkplatz, der als offizieller Wohnmobilstellplatz dient in Augenschein nehmen: direkt am Strand, am Ortsrand, 10,-€ die Nacht. Sowas findet man selten auf Korsika (ich persönlich kenne nur 4 offizielle Wohnmobilstellplätze). Da es uns aber weiterzog (zu einem der 4 Plätze), sammelte uns Ralf einfach nur ein und wir fuhren weiter, ohne  Tollare genauer zu erkunden.

Marine d´Albo

(Samstag, 14. Juni – Sonntag, 15. Juni 2014)

Wie schon angedeutet, lässt der kleine Ort Albo, das Herz des Wohnmobilisten höher schlagen. Die Gemeinde hat sich vor einigen Jahren dazu entschieden, soetwas wie einen öffentlichen Stellplatz im Tamariskenwäldchen am schwarzen Strand einzurichten. Die Umsetzung dauert zwar etwas – recht korsisch eben 😉 aber alleine das schöne Gefühl Willkommen zu sein und offiziell hier stehen zu dürfen ist der Besuch Wert. Eigentlich wird der Stellplätz flankiert von einem munter plätschernden Süßwasserfluß, der ins Meer mündet. Zuvor bildet er aber noch einen kleinen See in dem gerade Familien mit kleinen Kindern wunderbar plantschen und geschützten Wasserspaß haben können, während ein paar Meter weiter, getrennt durch einen aufgeschwemmten Steinchenwall mitunter heftige Wogen an den Strand branden. Wasserspaß für alle also.

Dieses Mal war  das Flußbett jedoch ausgetrocknet und so waren die Möglichkeiten für unsere zwei Kleinen ziemlich eingeschränkt. Weiter oben im Tal gibts für solche Fälle eine wunderbare Wassergumpe – diese zu besuchen fiel für uns dieses Mal jedoch auch unvorhergesehen aus. Es war elends heiß, zu heiß um es am schwarzen Strand auszuhalten und so schlenderten wir erst mal durch den Ort. Im ganzen Ort waren die Straßen geschmückt und es waren lange Tafeln gedeckt und mit Blumen verziert… irgendein Fest sollte gefeiert werden.

 

Zurück am Bus – wir  hatten es uns gerade gemütlich gemacht, Elliot hatten wir mit Keilen gerade gestellt, die Hängematte hing, die Stühle waren ausgepackt,… als der Gemeindemensch bei uns vorbeischaute und uns vor dem angekündigten Unwetter warnte. Die Leute der Gemeinde rechneten damit, dass wegen der langen Trockenheit das ganze Flussbett schnell überschwemmt werden würde und so lud er alle Wohnmobilisten und Busfreaks ein, ihre Fahrzeuge doch höher zu stellen – oben an den Boulplätzen der Gemeinde.

Zwar konnte sich keiner Recht vorstellen, was wenige Stunden später vom Himmel kommen sollte… trotzdem folgten alle seiner Einladung. Selbst die Korsen schienen nicht recht dran zu glauben, denn sonst hätten sie sich wohl kaum solche Mühe mit der Dekoration des ganzen Dorfes und der festlichen Tafel gegeben.

Leider (für die feierfreudige Bevölkerung) bewahrheitete sich die Wetterprognose dann doch und gerade als aufgetischt werden sollten, öffnete der Himmel von einem Augenblick auf den anderen seine Schleusen. Überall zuckten Blitze vom Himmel, auf dem Meer, hinter uns in den Bergen, rechts und links der Küste entlang  und vor Donnergrollen verstand man das eigene Wort nicht mehr.

Gefeiert wurde trotzdem 🙂  einfach genial und wir genossen das Unwetter voller Ehrfurcht aus dem Bauch von Elliot heraus. Wunderschöner beeindruckender Abend. Für Elliot war dieser Moment die Bewährungsprobe seiner neuen Regenrinnen! Waltraud (und Kollegen) sei Dank blieb alles trocken 🙂 yeah!

Und da wir schon am Testen neuer Dinge waren, wurde Morgens gleich die neue Dusche samt Duschzelt getestet… was für eine geniale Erfindung das doch war! DUSCHEN – das war es, was wir oft so sehnlichst vermissten so eingesalzt und paniert vom Meer, wenn wir frei standen. Und wieviel verplämperte Zeit auf der Suche nach Duschmöglichkeiten konnten wir jetzt in sinnvolles Faulenzen eintauschen 😀

Da das Wetter so war wie es war, beschlossen wir es bei dieser einen Nacht in Albo bewenden zu lassen und auch den Badegumpen nicht mehr aufzusuchen – frisch geduscht waren wir ja jetzt. Also tuckerten wir weiter die Westküste hinab und machten an einem herrlichen Naturstrand kurz vor Saint Florent für einen Strandspaziergang Halt.

Nachdem wir mit herrlichen Ausblicken auch die Wüste Le désert des Agriates hinter uns gelassen hatten beschlossen wir in Anbetracht der Witterung ins Landesinnere einzuschwenken. Der neue Kurs führte uns  in die heimliche Haupt- und einzigste Studentenstadt Korsikas – nach

Corte

(Sonntag, 15. Juni – Montag 16. Juni 2014)

Auch wenn Corte eigentlich eine Ministadt mit gerade mal 7000 Einwohnern ist, lohnt es sich durch die kleinen Gässchen Richtung Zitadelle hoch zu schlendern und auf dem Place Gaffori und der Place Saint-Théophile das stete Treiben zu beobachten. Corte hat des weiteren ein Musseum und die einzigste Universität zu bieten. Aber auch das Umland von Corte hat einiges zu bieten. Wanderungen in die beiden Flusstäler Restonica und Tavignano können verbunden werden mit ausgiebigen Badepausen in kristallklaren Gumpen, die so typisch für Korsika sind. Außerdem macht hier die einzigartige korsische Eisenbahn Station, und man hat die Möglichkeit Richtung Bastia oder Ajaccio zuzusteigen.

 

Wir entschieden uns dieses Mal für einen kleinen Stadtbummel um uns anschließend im Restaurant am Fusse der Citadelle verwöhnen zu lassen.

Am nächsten Morgen entführte ich meine noch schlaftrunkene Bande mit knurrenden Mägen ins schöne Restonicatal zum Frühstück am Fluss.

Restonicatal

So weit es erlaubt ist – nämlich bis zum Campingplatz ca 4 km talaufwärts tuckerte Elliot gemütlich das enge Sträßchen hinauf. Es empfielt sich es uns gleich zu tun und in aller „Hergottsfrüh“ diesen abstecher zu vagen, denn zu späteren stunde ist hier die Hölle los und es macht (zumindest dem Fahrer) alles andere als Spass den entgegenkommenden Autos mit schweißtreibenden Manövern ausweichen zu müssen.

Nachdem die Bäuche mit Schokocrosaint und heißem Kaba bzw lecker Kaffee gefüllt waren, machten wir uns auf den Weg gen Ajaccio. Dazu fuhren wir auf der N 193 quer über die Insel bergauf bergab:  über Venaco, Vivario wo wir bald die Landesgrenze von Haut nach Sud überquerten, nach Bocognano und weiter, vorbei an der Schildkrötenfarm A Cuppulatta die wir bei unserem letzten Korsikaurlaub 2012 besichtigt hatten.

Nachdem unser Kühlfach mit Eisvorrat in Ajaccio aufgefüllt worden war und wir ein kurzes Bad am Plage de Agosta genommen hatten, das leider durch ein Gewitter jäh zu Ende gebracht wurde fanden wir ein traumhaftes Plätzchen für die kommende Nacht direkt an der D55 am Ende der Bucht von Ajaccio

Plage de Mare é Sole

(Montag, 16. Juni – Dienstag, 17.Juni 2014)

Natürlich wurde erst einmal die Gegend erforscht.

Ergebniss: Traumparadiesisches Zuckerstückchen. Hier wollten wir bleiben. Pünktlich zum Sonnenuntergang-gucken war das Nachtlager bereitet und wir schauten gespannt wie die Sonne im Meer versank… oder wie Liam es sagte:“ Oh, Sonne hat Licht ausmacht!“

Die Nacht verlief ausgesprochen ruhig, obwohl ein kleines Restaurant am Ende des Strandes lag und beim Strand-Frühstück genossen wir mal wieder den gigantischesn Meerblick in vollen Zügen.

Da das Wetter wieder etwas wackelig zu sein schien und uns der Restaurantbesitzer zu verstehen gab, dass keine zweite Übernachtung möglich war, machten wir uns auf den Weg zu einem unserer Lieblingsstrände der direkt an Elliots Lieblingsstrasse gelegen ist … der D 319 🙂 Dort wollten wir alte Freunde treffen – aber dazu später.

Zuerst führte die Tour an einen weiteren hochgelobten Traumstrand, den

Strand von Cupabia

bei Serra di Ferro

Gegen Nachmittag schnürten wir wieder unser Ränzlein um gen Nachtlager zu tuckern. Die Vorfreude unsere Freunde zu treffen war riesig. Immerhin waren sie inzwischen zu Dritt und wir hatten den kleinen Piratenhäuptling noch nie persönlich kennen gelernt. Aba und Heiner habe ich vor Jahren auch hier auf Korsika kennengelernt – wir haben schon einige Camps im Föfe oben am Cap Corse zusammen gemacht und dabei schon allerhand Kurioses und Lustiges erlebt 😉

Probriano

Plage de Capu Rosu

(Dienstag, 17. Juni – Freitag 20. Juni 2014)

Das Wiedersehen war wunderschön! Zusammen kochen, frühstücken, rummümmeln, spazierengehen, erzählen was sich die letzten Jahre bei jedem getan hat – einfach in den Tag hineinleben.

Weil Liam mit unserem Nomadenleben zu kämpfen schien und es einfach so schön hier war, beschlossen wir, mal länger an einem Ort zu bleiben. Aba, Heiner und Mattis blieben 2 Nächte, bevor es wieder Abschied nehmen hieß.

Wir brachen nach 4 Tagen wieder auf. Nachdem Liam sich aklimatisiert hatte und auch unser hier zugelaufenes Findelkind – ein Babykätzchen eine fürsorgliche zweibeinige Adoptivmutter gefunden hatte- gab es nichts mehr was uns hier hielt. Zunächst steuerten wir eine karibischen Traum von einem Strand an, den man allerdings nur über eine etwas holprige Schotterpiste erreicht. Die Enttäuschung war daher riesengroß als wir nach 4 Kilometer Schüttelfahrt von einer höhenbegrenzenden Schranke gestoppt wurden. Wir ließen uns die Freude aber nicht verderben, packten kurzerhand unser Ränzlein und legten den restlichen Weg zu Fuß zurück. Auf dem Weg zum Strand konnten wir immer wieder einen schönen Blick auf die Felsformation „den Löwen von Roccapina“ und den vorgelagerten Genueserturm erhaschen. Irgendwann kurz vor dem Strand geht rechts ein kleiner Macchiapfad ab, der zu einer kleinen Tour zu den beiden Sehenswürdigkeiten einläd. Wir liessen uns aber lieber vom weißen Sand und dem türkisfarbenen kristallklaren Wasser locken, das schon durch die Tamariskenbäumchen lockend aufblitze.

Plage de Roccapina

Nach der herrlichen Erfrischung und dem ärgerlichen Staubkringel den ich mir hier irgendwie im Objektiv eingefangen hab (mit dem müsst ihr ab nun leben, wenn ihr den Bericht zu Ende lesen wollt) machten wir uns auf den Weg nach Bonifacio um dort zu nächtigen. Die Überraschung war riesengroß, als ich vor einem Intermarche wartend, auf einen Korsen aufmerksam wurde der unseren Elliot neugierig umkreiste und fotografierte. Beim zweiten Hinsehen erkannte ich in ihm Philippe, bei dessen Familie ich 22 Jahre zuvor schon bei der Kastanienernte geholfen hatte. Was für ein Zufall war das doch und was für ein „Hallo“. Seine Eltern hatten mich damals im Winter des Folgejahres in meinem Heimatdörfchen St.Peter im Schwarzwald besucht und die überwältigenden Schneemassen bestaunt. Inzwischen hat sich sein Vater Jean-Paul Vincensini mit ihm und seinen Brüdern auf die Herstellung regionaler, biologischer Produkte spezialisiert, wie er mir erzählte und die Kostproben die ich mitbekam, kann man jedem Korsikaliebhaber wirklich nur empfehlen:

http://corse-bio.fr/

Es war schwer sich loszureisen. Soooooo viel gäbe es noch zu erzählen. Aber der Abend dämmerte  schon und wir hatten noch keinen Schlafplatz. Also steuerten wir weiter gen Süden. Heute schien der Tag der Barrieren zu sein, denn als wir uns hoch zum Phare de Pertusato bei Bonifacio schlängelten, war auch dieser uns bekannte Stellplatz mit Steinblöcken großzügig verbarrikadiert worden. Sicherlich hätte es die Möglichkeit gegeben dazwischen durch zu fahren – so dick ist Elliot nicht- aber wo man uns nicht haben möchte, wollen wir auch nicht lagern. Außerdem, so finden wir, sollte man respektieren, wenn Wohnmobilverbote von einer Gemeinde ausgesprochen werden ob man nun im modernen Riessenjoghurtbecher unterwegs ist oder im kleinen Hippiemobil.

Bonifacio

Die Beine vertraten wir uns trotzdem kurz obwohl Eile geboten war und genossen den atemberaubenden Blick auf Bonifacio, die kleine Stadt am südlichsten Zipfel Korsikas, die wie ein Adlerhorst am Kreidefelsen klebt. Von hier sind es gerade mal knapp 12 Kilometer Luftlinie nach Sardinien.

Langsam wurde es nun aber wirklich prenzelig und so fuhren wir ins Blaue hinein in eine Ecke in der wir noch nie zuvor waren. Von der D260 kommend hielten wir uns rechts auf der D58 Richtung Gurgazu und fanden doch tatsächlich noch einen wunderherrlichen Schlafplatz an einem der vielen Ministränden von

Sant`Amanza

(Freitag, 20. Juni – Samstag, 21.Juni 2014)

Eine herrlich ruhige Nacht verbrachten wir hier mit Blick über die Landschaft in der alles in Miniatur zu sein scheint: Minibuchten aneinander gereiht wie Perlen auf einer Kette. Vormittags schlenderten wir hinunter in den kleinen Ort, der allerdings nichts zu bieten hatte und ein reiner Sommerort zu sein schien. Keinerlei Möglichkeit zum Einkaufen, weder Gemüsehändler noch sonst ein Laden. Also schlenderten wir zurück und machten einen Strandvormittag in dieser schönen Ecke, bevor wir dann weiterfuhren.

Mittags kamen wir an, am hochgelobten fast kereisrunden

Strand von Rondario

Wieder ein absoluter Traumstrand und Kindertraum den man von vielen Postkarten kennt. Seichtes klares Wasser, das zum Planschen und Schnorcheln einlädt.

Der Strand ist längst kein Geheimtipp mehr und so tummelten sich doch einige Menschen hier am und im Wasser. Es gibt einen bewachten Wiesenparkplatz mit Gebühr, an dem man jedoch nicht über Nacht stehen darf.

Trotzdem ein lohnenswerter ausflug, gerade wenn man als Familie mit Kleinkindern unterwegs ist, wie wir finden.

Nachdem wir auf dem Wiesenparkplatz noch gemütlich zu Abend gekocht und gegessen hatten zog es uns weiter zu einem der wenigen offiziellen Wohnmobilplätzen auf Korsika:

Plage de Palombaggia

(Samstag 21. Juni – Montag 23. Juni 2014)

Hier wird die Top 10 der Karibikstrände Korsikas fortgesetzt – wer aber Einsamkeit sucht ist hier sicherlich fehl am Platz. Trotzdem waren wir überrascht wie „wenig“ im Verhältnis zur Jahreszeit doch los war.

Wir beschlossen daher gleich 2 Nächte zu bleiben und richteten dementsprechend gemütlich mit Hängematte unser Lägerle ein. Der Platz ist inmitten eines Pinienwaldes gelegen – dirket hienter den Dünen des berühmten Palombaggia Strandes. Er verfügt über eine offene Dusche und es gibt für Wohnmobilisten auf Nachfrage auch die Möglichkeit sich mit Frischwasser zu versorgen. Weiter gibt es die Möglichkeit beim Platzwart frisches Brot für den Folgetag zu bestellen, welches dieser dann morgens aus seinem Heimatdorf mitbringt. Für die Nacht wird eine Gebühr von 10,-€ erhoben am Tag zahlt man eine Gebühr von 3,-€.

2 Tage haben wir nochmal in vollen Zügen das Faulenzen ausgekostet im Wechsel damit schnorcheln zu gehen oder sich einfach im kristallklaren Wasser treiben zu lassen. Nachts meinem geliebten „Korsikavogel“ gelauscht der mit seinem „gehupe“ sicherlich dem ein oder anderen mächtig auf die Nerven geht – egal- ich liebe ihn, den kleinen Waldohrkauz mit seinem unermütlichen Huuup-Gebalze.

4 Tage blieben uns jetzt noch – und da unser bisheriger Urlaub doch sehr strandlastig war, beschlossen wir nun, Elliot etwas herauszufordern und uns gen Bavellamassiv aufzumachen. Gesagt getan. Nachdem wir in Porto Vecchio unsere Vorräte und Elliots Tank gefüllt hatten schraubten wir uns auf kleinen Serpentinen immer höher hinauf in die Berge. Nur einmal brauchte Elliot eine Abkühlungspause, die wir ihm im foret de l´ospedale gerne gönnten. Wir nutzen die Pause auf unsere Weise und genossen den gigantischen Ausblick bis über ie Bucht von Porto Vecchio und Santa Manza. Gerade wollten wir uns über unseren Milchreis im Glas hermachen, als aus dem wald eine Eselfamilie angetrabt kam die sich wie selbstverständlich über eben dieses hermachte. Es war gar nicht so einfach die aufdringlichen Milchreisliebhaber wieder loszuwerden. An dieser Stelle sei erwähnt, dass auf Korsika sämtliche Nutztiere frei unterwegs sind. Von Eseln über Schweine bis hin zu Kühen und Ziegen, ist alles frei unterwegs, was bedacht werden sollte wenn man irgendwo sein Lager aufschlägt.

Vorbei am Stausee von l´Ospedale kurvten wir weiter über Zonza bis hoch zum Bavellapass der auf 1218 Meter liegt. Bei 0 Metern waren wir heut morgen losgefahren. Einfach überwältigend diese Landschaft, diese Berge, diese Stille. „Elliot, du unser Held, der uns schnaufend aber unbeirrt an solch wunderbare Plätze bringst.“

Jetzt begann die Abfahrt, weiter auf der D 268 gen Solenzara auf der wir auch die Landesgrenze von „sud“  nach „haute“ passierten. Wer mit einem ebenso alten Gefährt unterwegs ist weiß, dass die Abfahrt oft sehr viel anstrengender und heikler ist als die bergauf Fahrt. Darf man bergauf nie die Temperatur aus den Augen verlieren, muss man bergab stehts die Drehzahl und vorallem die alten Trommelbremsen im Hinterkopf  haben. Die gute Mischung zwischen Geschwindigkeit, Motorbremsen und Pedalbremsen macht´s… was einem aber doch auch die Aufmerksamkeit nimmt die Landschaft zu genießen. Aber da wir ja nicht auf der Flucht sind, wird einfach angehalten, wenn es was zu bestaunen gibt und so kommt auch der Fahrer in den Genuß der überwältigenden Landschaft.

Irgendwo am Solenzara Fluß

(Montag, 23.6 – Dienstag, 24.6.2014)

Dem Strand hatten wir ja abgeschworen heute… aber wir wären nicht WIR, wenn wir nicht ein Wasser finden würden, um daran unsere Nacht zu verbringen. Ein schönes Wasser fanden wir 🙂 direkt am Solenzara, der munter talwärts gluckerte und plätscherte – mit Elliot um die Wette.

Es dauerte nicht lange, da stießen wir auf die ersten der berühmten Gumpen des Solenzaraflüsschens und konnten ihnen natürlich nicht wiederstehen. Ein abendlicher Sprung in die kalten Fluten war das beste, was uns nach der vielen Gurkerei wiederfahren konnte. Es gibt ein Büchlein in dem alleine 17 empfehlenswerte Gumpen – sprich Badestellen im Solenzara beschrieben werden, manche davon bis zu 6Meter tief! Nur um Euch einen Eindruck zu vermitteln, was das für ein Wasserparadies für Groß und Klein ist.

Auch ein Schlafplätzchen in absoluter Stille (in die lediglich der Korsikavogel unbeirrt hineinbalzte und der Solenzara fröhlich plätscherte) war uns gegönnt. Morgens untermalte das Plätschern des Flusses unser frühmorgendliches Aufwach-Yoga und ein herrliches Frühstück umrahmt von hohen Kiefern stärkte uns für den Tag. Yoga in Strupfhose und Gummistiefeln wohl gemerkt!

Schnell war der Bus zusammengepackt, die Kisten verstaut, die Kinder und Elmo auf ihren Plätzen… wir hatten ja langsam Übung nach nunmehr 3 Wochen ein- und auspacken. Der Motor sprang wie immer sofort an, Elliot schnurrte wie ein Kätzchen, trotzdem fuhren wir keine 50 Meter. Schon wieder lag ein kleines traumhaftlockendes Sahnestückchen von einem Fleckchen Erde genau vor uns. Da konnte man doch nicht vorbeifahren – also ran an den Straßenrand, alle 7 Sachen die Kinder und den Hund wieder ausgepackt, … wir haben ja jetzt Übung und nun wisst ihr auch warum 😉 und rein ins Vergnügen:

Natürlich ist man an so einem Ort nicht allein! Es gab Frösche, die uns quakend empfingen, Eidechsen die sich sonnend auf Steinen wärmten, aufdringliche Schmetterlinge die zu Scharen einfielen als Liam sein Pain-au-Chocolat essen wollte und einen Aal den wir beim Schnorcheln entdeckten… aber sonst… sonst war da keine Menschenseele.

Korsika, die Insel die einem das staunen und Faulenzen lehrt  – man kann einfach nicht anders!

Irgendwann nachmittags machten wir uns dann doch wieder auf die Socken. Der Abreisetag rückte unerbitterlich näher und wir wollten noch den strand von Solaro besuchen, an dem wir bei unserem letzten Korsikabesuch 2012 die ersten Tage nach der Anreise von Ralf verbracht hatten.

Dort angekommen erschien uns aber alles irgendwie sehr viel ungastlicher zu sein als wir es in Erinnerung hatten. Ich denke mal, das liegt mitunter daran, dass dieses eins der Fleckchen ist, die (wie auch der Leuchtturm bei Bonifacio) im Schulze wohnmobilführer erwähnt werden als Übernachtungsplatz. Keine feine Art… denn wie ich aus Gesprächen mit Korsen weiß, werden teils auch PRIVATE Grundstücke benannt und mit GPS-Daten angegeben, ohne dass sich der Verlag je die Mühe gemacht hat, das mit den eigentlichen Grundstückbesitzern zu klären. Kein Wunder also, dass Wohnmobilisten mit unter wenig freundlich auf Korsika begegnet wird.

Schade eigentlich!

Wir haben bisher allerdings nur gute Erfahrung gemacht. Es scheint wie überall im Leben zu sein – so wie man auftritt – so wird man empfangen.

Nungut, nachdem Ralf beim Wendemanöver auch noch unser niegelnagelneues Rücklicht zerdöllert hatte, war uns dieser Platz vollends vergällt und wir fuhren weiter Richtung Bastia. Von Solenzara bis Bastia zieht sich ein ellenlanger Sandstrand die Ostküste hinauf zu dem immer wieder kleine Sträßchen abzweigen. Auf der Höhe von Cotticcio, oberhalb des Etang de Palo bogen wir rechts auf die D 745 ab und gelangten an den wunderschönen Strand von

Serra-Di-Fiumorbo dem

Plage de Quercioni

Dienstag, 24.Juni – Mittwoch, 25. Juni 2014)

 

Den ganzen Urlaub war ich noch gar nicht recht fündig geworden, was irgendwelche Mitbringsel betrifft. Ganz untypisch, denn sonst waren die Tage oft geprägt durch Steine schleppen, Treibholz suchen oder Strandgraskugeln Hinterherjagen. Langsam wurde die Zeit knapp, aber hier, sollte ich fündig werden, auf unserem wunderschönen Abendstrandspaziergang  😉

4,5m lang ist das diesjährige Mitbringsel und sauschwer. Ja, wir haben auch  geflucht…

Immer weiter arbeiteten wir uns am kommenden vormittag die Ostküste hoch. Eigentlich wollten wir nach dem Frühstück nochmal in eine Süßwassergumpe eintauchen, aber der Schlenker den wir deshalb machten blieb leider erfolglos. Die Gumpe, die bei … nahe einer Mühle liegt  sah sehr privat aus und überhaupt hatte das Bächlein kaum Wasser und so waren wir noch nicht einmal traurig über den Umstand. Zurück auf der Küstenstrasse über … bogen wir nochmals Richtung Küste ab. Auf der Höhe von San-Giuliano versuchten wir dazu unser Glück und fanden ein schmuckes Plätzchen direkt am Meer, das vorwiegend von Einheimischen besucht wird.

Plage de Fiorentine

Mittwoch 25. Juni – Donnerstag 26. Juni 2014

Hier genossen wir unseren entgültig letzten Strandtag mit Tropfburgbauen, Wellenspringen und allem was sonst noch so dazugehört. Elliot bekam einige begeisterte Komplimente von Einheimischen und so kam auch er auf seine Kosten.

Am nächsten Morgen wurde er sogar von Besuchern erklommen 🙂 Zwei ausgewanderte Deutsche die in Moriani einen Biogarten betreiben der vor zig Jahrzehnten vom Opa des einen gegründet wurde und dort Ätherische Öle herstellen, gaben Elliots Dach die Ehre

http://www.essences-naturelles-corses.fr

Als wir Richtung Bastia aufbrachen, fiel uns zwar hier und da ein nassgeregneter Strand auf und Wasserlachen die sich überall auf den Strassen gesammelt hatten – aber erst später erfuhren wir, welchem Wetterchaos wir nur knapp entgangen waren. Unwetter tobten nur zwei stunden zuvor übers Cap, rissen ganze Hänge herab und überfluteten den gesamten Tunnel der unter dem alten Hafen hindurchführte, sodass dieser komplett gesperrt werden musste. Später in Erbalunga trafen wir eine Freiburger Familie, die wegen dieser Sperrung die Fähre nicht erreichen konnte und nun auf Sack und Pack ohne Bleibe für die Nacht saß.

Bevor wir jedoch nach Bastia fuhren, machten wir einen kurzen Halt am strand von …. und bis wir am Tunnel ankamen, war dieser schon wieder geöffnet. Wir wunderten uns nur, dass er ganz nass war und überhall das Wasser herunterrann.

Erbalunga

(Donnerstag, 26 Juni – Freitag 27.Juni 2014)

Wie es schon Tradition hat, verbrachten wir die letzte Nacht in Erbalunga um am nächsten Morgen fix an der fähre zu sein. Auch hier waren die Spuren zu sehen, die das Unwetter zwei Stunden zuvor hinterlassen hatte. Der ganze Hafen war aufgewühlt von den Lehmmassen die der Regen aus den Bergen heruntergespült hatte, Boote waren überschwemmt und überall versuchten Bootsbesitzer und Einwohner emsig zu retten was zu retten war.

Den Abend verbrachten wir damit, durch das beschauliche dörfchen zu schlendern, dem Genuesenturm und dem Brunnen einen Besuch abzustatten und sich schon mal innerlich auf die Abreise vorzubereiten und Abschied zu nehmen.

Dieses Mal mussten wir nicht in aller Frühe aufbrechen – die Fähre ging um 11.00Uhr und so konnten wir sogar ausschlafen und ein letztes korsisches Pain-au-Chocolat zum Frühstück genießen. Im Hafen ging es auch ganz gemütlich zu, alles viel organisierter als vor wenigen Jahren noch – und so legte das schwimmende Monstrum mit zig Wohnmobilen im Bauch und vielen erholten Urlaubern und Korsikainfizierten pünktlichst ab.

Es ist jedesmal sehr bewegend, wie das Cap an einem vorüberzieht, all die kleinen Ortschaften die man inzwischen wie die eigene Heimat kennt, in umgekehrter Reihenfolge… immer kleiner werdend, weil sich die Fähre weg vom Ufer Richtung Genuaeinen weg durchs Meer pflügt. Und irgendwann, sieht man gar nichts mehr – ist Korsika am Horizont im Dunst verschwunden und es bleibt nur Leere.

Bis zum nächsten mal, meine Schöne!

Rastplatz Gotthard nord

(Freitag, 27. Juni bis Samstag, 28. Juni 2014)

Es brauchte nochmal eine Nacht, bis wir endlich zu Hause ankamen. Diese verbrachten wir völlig erschöpft direkt hinterm Gotthardtunnel auf der Rasstätte.

Zur Mittagspause schlenderten wir noch an den Rheinfall bei Schaffhausen um dann gemächlich ins Schwabenland zu tuckern.

Technischer Bericht

Nach 2200 km können wir nun Folgendes berichten:
Ölverbrauch: NULL
Wasserverbrauch: NULL
Dieselverbrauch: durchschnittlich 10,7 L
– Blinklichtschalter ist irgendwann durchgeschmort (haben wir einfach mit dem Warnblinkerrelais getauscht)
– Das nigelnagelneue Rücklicht ist an einem Pfosten zerschellt – was eher dem Fahrer als dem Fahrzeug anzulasten ist 😉
– Die Ladekontrollleuchte hat 2x während der Fahrt aufgeleuchtet und die Fahrerin in einen nahezu hysterischen Zustand versetzt… dann war plötzlich nichts mehr

DAS WARS! 🙂 Hach, der alte Knabe macht einfach Spaß.

3 thoughts on “Korsika kreuz und quer – Pfingsten 2014

  1. Pingback: Reisebericht Korsika Pfingsten 2014 | "Elliot" - unser Mercedes 319 L

    • hihi, das Treibholz hat es zuweilen in sich… je größer desto reizvoller, findet die Dame des Pipi-Womos – je kleiner desto praktischer der, der schleppen muß 😀 freuen uns, dass die Reportage gefällt <3

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