Bodensee Sommer 2012

Irgendwie kamen wir nicht in die Pötte. Die Tage verstrichen und Ralfs Urlaub schrumpfte immer mehr zusammen ohne dass wir überhaupt schon gepackt hätten. Der Plan war eigentlich an den Atlantik zu fahren.

Als wir quasi fast schon im Bus saßen disponierten wir um – denn wir hatten nur noch 9 Tage und bräuchten mit Elliot schon alleine 6 für Hin- und Rückreise.

Weil es aber Meer sein mußte, einfach fürs Gefühl,  hieß unser neues Ziel:

Schwäbisches Meer…

(Bodensee)

Zunächst steuerten wir jedoch das Donautal an. Wir hatten schon viel Gutes gehört und so waren wir uns sicher, dass auch wir ein lauschiges Plätzlein finden würden.

Schneller als wir gucken konnten, waren wir jedoch durch das Donautal hindurch getuckert, ohne ein Plätzchen gefunden zu haben. Der viel gelobte Campingplatz in Hausen blieb für uns wegen einer zu niederen Eisenbahnbrücke unerreichbar und so verbrachten wir unsere erste Nacht schon gleich am Bodensee in Sipplingen.

Sipplingen

Das Örtchen verfügt über 3 Wohnmobilstellplätze ( normale Tagesparkgebühr wie jedes andere Fahrzeug auch) die durch die Straße vom Strand getrennt sind.

Der Strand ist sehr familienfreundlich angelegt mit Strandbad, Wasserspielplatz und Schwimminseln, die gefolgt sind von einem offenen Bereich, der auch mit Hund besucht werden darf. Das hat Elmo sehr gefreut und uns ziemlichen natürlich einigen Stress erspart.

Eine Bootstour darf am Bodensee natürlich nicht fehlen. Es gibt sämtliche Möglichkeiten von einem Örtchen zum nächsten zu schippern und so nutzten wir einen nicht ganz so sonnigen Tag um mal alles vom Wasser aus zu erkunden. In Sipplingen wieder angekommen, brachen wir hier endgültig unsere Zelte ab und machten uns auf, immer entlang am Bodenseeufer.

Salem

Auch der Affenberg bei Salem gehört zum Pflichtprogramm ob man nun mit oder ohne Kinder unterwegs ist.

Nach dem aufregenden affenfüttern, ließen wir den Tag auf dem Spielplatz der zur anlage gehört ausklingen.

Da wir rund um Salem kein so richtiges Schlafplätzchen fanden dass uns wirklich zusagte, machten wir uns noch am Abend auf Richtung unserem nächsten Ziel:

Meersburg

In Meersburg gibt es gleich mehrere offizielle Stellplätze für Wohnmobile oberhalb der Stadt. So richtig schön sind die nie, so finden wir. In einer hochfrequentierten Stadt wie Meersburg aber versuchten wir es erst gar nicht, etwas anderes zu finden, zumal sich der Abend neigte und wir bald Kochen und die vom affenschauen müden Kinder ins Bett bringen wollten. Der Stellplatz bot sich auch super als Ausgangspunkt für den morgen geplanten Stadtbummel an, also lösten wir unser 24 Stundenticket zu 10€ und stellten uns zwischen all die anderen, teils riesigen, modernen Joghurtbecher.

Konstanz und Insel Reichenau

In den frühen Morgenstunden setzten wir mit der Fähre über nach Konstanz. Aus unserem einsamen Frühstück im Morgengrauen am Seeufer von Konstanz wurde leider nichts, weil ganz Konstanz auf den Beinen zu sein schien. Nach einem kurzen Stadtbummel Richtung Strandpromenade zog es uns schnell weiter Richtung Reichenau. Dort verbrachten wir den restlichen Tag in einem wunderschönen Strandbad wo wir alle in den Genuß einer warmen Dusche kamen 🙂

Frisch geduscht tuckerten wir zur Marienschlucht. Während Ralf den Kochlöfel schwang, stieg ich mit den Kindern hinab, so weit das eben möglich ist mit Kinderwagen. Sehr schöner Weg mit vielen Holzstegen und Treppen hinunter in die Schlucht… den ich auf alle Fälle irgendwann zu Ende wandern möchte.

Als wir gegessen hatten dämmerte es schon auf dem kleinen Waldparkplatz und ganze Horden von Stechmücken fiele über uns her. Nein, das braucht kein Mensch! Schnell war alles zusammengpackt und so fuhren wir doch nocheinmal los um einen anderen Schlafplatz zu finden. Den fanden wir dann auch bei Liggeringen, auf einem Waldparkplatz am Friedhof vorbei den Berg hinauf, mit überwältigendem Alpenblick.

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Nach Bodman war es von hier ein Katzensprung und so fuhren wir des morgens aud der K6100 in Erwartung auf ein leckeres Frühstückscroisson in das beschauliche Örtchen.

Hier ließ es sich auch wunderbar in den Tag leben. Wie in Sipplingen auch, sind entlang des Ufers Stege, Spielplätze und sonstiges angelegt, was das Familienherz hüpfen lässt.

Langsam neigten sich die Urlaubstage auch schon dem Ende zu und wir beschlossen, den Bodensee zu verlassen. Auf dem weg richtung schwarzwald, wo wir noch einen Abstecher bei Oma und Opa geplant hatten, war unser nächstes Ziel Tuttlingen.

Tuttlingen

Tuttlingen überraschte uns mit einem wunderschonen Park entlang der Donau. Diese Stadt hat es wirklich geschafft mit einem bewundernswerten Konzept unter vorbildlicher Bürgermitbeteiligung (auch in der Durchführung(!)), den Fluß für sich, ihre Bewohner und ihre Besucher zu nutzen. Das Ganze Konzept „Stadt am Fluß“ hat die zuvor recht driste Stadt (wie ich sie als Kind erlebt hatte) wirklich aufgewertet und ein Besuch lohnt sich allemal im Donaupark von Tuttlingen. Sogar die Wohnmobilisten wurden im Konzept bedacht mit einem schön gelegenen, kostenlosen Stellplatz direkt am Ufer.

Übrigens hat uns besonders begeistert, dass die Stadt ihre Jugendlichen und Kinder zum freien Zelten in den Park einlädt und eigens dafür eine Fläche ausgewiesen hat. Was die Stadt sonst noch in Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und ihren Einwohnern auf die Beine gestellt hat ist echt sehenswert:

Von Kräuterbeeten (die durch einzelne Klassen gepflegt werden) über ein Baumstammlabyrinth bis hin zu Bürgerhängematten und einem Lesefloss auf dem Fluß… ist alles dabei:

Hach Nürtingen, so schön könnten wir es uns auch machen am Neckar!

Nach einem leckeren Abendessen in Tuttlingen und einer geruhsamen Nacht  beschlossen wir als letzte Station den Wildtierpark in Löffingen zu besuchen.

Löffingen Wildtierpark

Der Wildpark Löffingen war für uns ein schönes Erlebnis. Besonders erwähnen möchte ich, dass es in diesem Wildpark erlaubt ist seinen Hund mitzunehmen. Für elmo war das natürlich ein sehr viel schönerer Tag als er ihn im Bus gehabt hätte und auch wir konnten uns so wesentlich mehr Zeit nehmen und ganz entspannt den Park genießen.  Bevor wir nun bald wieder Heim ins Schwabenland fahren würden machten wir noch einen ohne einen Abstecher nach St.Peter, um uns dort von Oma und Opa verwöhnen zu lassen.

Alles in allem eine schöne Zeit und das Ganze ohne hunderte von Kilometern gefahren zu sein 🙂

 

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