Windige Provence – Pfingsten 2015

Die Camargue sollte es mal wieder sein. Hui war das lange her, dass wir das letzte Mal dort gewesen waren. Der Wildcamperstrand Piemanson war längst nicht mehr das, was er mal war, das wussten wir und er sollte nun dieses Jahr endgültig geschlossen werden. Gespannt, was sich wohl verändert hatte machten wir uns auf den Weg, ihn ein letztes Mal zu besuchen.

Zunächst machten wir uns aber auf Richtung St.Peter, wo wir eine Familienetappe eingeplant hatten.

St. Peter im Schwarzwald

(Samstag, 16.05 – Montag, 18.05.2015)

Nach zwei gemütlichen Tagen und gestärkt mit einem schwarzwälder Frühstück steuerten wir geradewegs auf das französischem Jura zu. Die Cascades du Hérisson mit den 7 Seen und Wasserfällen waren unser Ziel. Wir hatten den Besuch derselben ja schon im vergangenen Sommer geplant gehabt, wo uns aber kurzfristig etwas großes, rotes „dazwischen fuhr“ 😉 und von den Sommerreiseplänen 2014 ablenkte. Auf dem Weg ins Jura kamen wir vorbei an uns vielen bekannten Plätzchen und alte Reiseerinnerungen wurden wach.

Nur im kleinen Rennes machten wir Halt um uns kurz auszuruhen und nach dem Rechten zu sehen. Das Fleckchen hatte uns schon als Übernachtungsplatz gedient. Heute trieb es uns aber noch weiter.

 

 

 Cascades du Hérisson

(Montag, 18.05. – Dienstag, 19.05.2015)

Am frühen Abend kamen wir am untersten der Wasserfälle (Cascade de l’Éventail ) an und die Zeit reichte noch um einen gemütlichen Spaziergang zu machen.

 

Nach unserer Rückkehr beschlossen wir trotzdem noch ein kleines Stückchen weiter zu fahren. Unser Nachtlager schlugen wir zur Freude Neles, auf einem Wanderparkplatz direkt an einer Pferdekoppel bei Bonlieu auf. Elliots Tachostand lieferte uns wieder einmal einen Grund zum Feiern 🙂

Leider lud das Wetter am folgenden Morgen alles andere als dazu ein auch die anderen Wasserfälle und die bekannten Seen anzusteuern und so beschlossen wir, die Sonne weiter im Süden aufzustöbern.

Da wir das Glück hatten schon eine Woche vor den Schulferien losgereist zu sein, wagten wir uns sogar ins Tal der Ardeche, um das wir normalerweise einen großen Bogen machen. An einem kleinen Nebenfluß, der La Baume fanden wir einen herrlichen Übernachtungsplatz im beschaulichen Örtchen Labeaume.

Labeaume

(Dienstag, 19.05 – Mittwoch, 20.05. 2015)

Und auch an diesem Abend bekamen wir einen Grund zu feiern. Zu Hause wurde in einer Gemeinderatssitzung positiv über meinen Antrag auf einen Zirkuswagen entschieden,der zukünftig als Kinderbüro für Schülerinnen und Schüler dienen sollte und außerdem von mir als mobiles Atelier für meine kunsttherapeutische Arbeit an der Schule genutzt werden konnte. Juchuuuuuu, da freut man sich schon wieder aufs Heimkommen und Arbeiten 🙂

Morgens schlängelten wir uns dann der Ardeche entlang, die uns tatsächlich ohne Touristenmasse ihre Schönheit präsentierte. Allerdings blieb der Badespaß aus: ein steifer Wind bließ ununterbrochen und das Wasser war eisig kalt. Unterwegs hatten wir eine schöne Begegnung mit einem großen Bruder von Elliot und seiner netten Manschaft, die gerade auf dem Weg nach Marokko war.

La Roque-sur-Cèze

(Mittwoch, 20.05 – Donnerstag, 21.05.2015)

Nach der kalten Ardeche wollten wir Badefreuden im Paralleltal im Fluß Ceze finden, aber auch hier wars schlichtweg zu eisig. Außer Fräulen Kamikaze-Nele ließ sich nicht abschrecken. Wir schlugen unser Lager trotzdem in La Roque-sur-Cèze auf, das wir ebenfalls von früheren Touren kannten.

Der Wohnmobilplatz ist inzwischen allerdings in den hinteren Teil des Parkplatzes verlegt worden. Er liegt direkt am Fluß am Fusse des Dörfchens Bagnols das steil am Hang klebt. Bekannt ist der Ort aber vorallem durch die Cascades de Saudates die ein imposantes Naturschauspiel bieten und immer einen Ausflug Wert sind, auch wenn das Wetter nicht zum Baden einlädt. Das Dörfchen selbst lohnt ebenfalls einen Spaziergang durch enge aber steile Gässchen, von deren höchstem Ende ein wunderbarer Blick über die umliegende Landschaft frei wird.

Wer ein breiteres Wohnmobil fährt, sollte unbedingt beachten,nicht den Weg über Bagnols sur Ceze der N86 folgend zu wählen sondern sich (gegen flussrichtung gesehen)  am linken Ufer entlang zu halten … sonst ist vor der Brücke Schluß und der Stellplatz für Wohnmobile nicht zu erreichen.  Weils aber auch hier die ganze Zeit über frisch und windig war, blieben wir nur eine Nacht. Immer weiter zog es uns der Sonne hinterher und so steuerten wir nach einem Spaziergang durchs Dörfchen das nur 80 km weiter südlich liegende Les Baux-de-Provence an.

Eigentlich haben wir ja selten Lust auf großen Trubel. Wegen des heftigen Windes aber, entschieden wir dem Bauxidbruch im leider sehr touristischen Ort Les Baux einen Besuch abzustatten. Der Ort mit seiner Burg soll eines der schönsten Dörfer der Provence sein und ist daher ein wahrer Touristenmagnet. Die wenigsten Besucher kommen wegen des ehemaligen Steinbruchs der unterhalb des Dorfes liegt. Hier wurde früher Bauxit für die Aluminiumherstellung abgebaut. Seit den 70er Jahren finden hier zu jährlich wechselnden Themen vertonte Lichtinstallationen statt. Wir waren bereits 2007 schon einmal zum Thema: „Venedig“ hier gewesen (Provence querbeet – 2007). Dieses Jahr stand das Thema „Michelangelo, Leonardo da Vinci, Raffael. Die Größen der Renaissance“ auf dem Programm – uns lockte aber die Zwischeneinlage her, die wir Liam und Nele unbedingt zeigen und mit ihnen in die Unterwasserwelt abtauchen wollten:

„Die imaginäre Reise – Hommage an Jules Verne“

 

Einen kurzen Spaziergang durch Les Baux taten wir uns dennoch an, nicht ohne den Entschluß sofort wieder bereut zu haben. Obwohl man nicht wie bei unserem letzten Besuch durchs Dorf geschoben wurden, war es schlichtweg zu voll für unseren Geschmack.

Noch am selben Tag fuhren wir weiter UND landeten endlich am Meer 🙂

Plage Piemanson

(Donnerstag, 21.05 – Dienstag 26.05.2015)

Die steife Brise, die uns seid der Ardeche begleitete blies auch hier am Meer. Trotzdem war die Freude das Meer endlich erreicht zu haben so groß, dass wir uns sofort zu einem Strandspaziergang aufmachten. Direkt am Strand kämpften wir uns gegen den Wind Schritt für Schritt vorwärts… zurück, mit dem Wind im Rücken ging es etwas einfacher zwischen etlichen von verlassenen Wohnwägen zurück. Wir waren einigermaßen schockiert! Eine Stimmung wie in einer heruntergekommenen Geisterstadt!

Trotzdem suchten wir uns einen Platz zwischen den abgestellten Wohnwägen von denen die allermeisten ziemlich schäbig daher kamen. Einige ganz wenige waren doch bewohnt, wie wir nun entdeckten. Trotzdem blieb es gruselig. Wir hatten alles in anderer Erinnerung und schon jetzt konnte ich nachvollziehen, warum dieser ehemals wunderherrliche Strand endgültig für „Wildes Campen“ gesperrt werden sollte. Aber dazu später. Es war schon Abend und wir wollten einfach nur noch ANKOMMEN.

Da der Wind auch morgens nicht aufgehört hatte zu pusten, war baden erst mal nicht auf unserer Tagesordnung. Aber es gibt ja so viel anderes was wir machen konnten 🙂 Aufbauen, Familienflagge entwerfen und hissen, Drachen bauen…

So vergingen doch einige Tage hier und wir vertrieben uns mit Diesem und Jenem die Zeit. Malen kann man auch bei Wind und Faulenzen auch. So wurde unser kleines Reich immer bunter.

Wochenends kehrte langsam Leben in die geisterhafte Wohnwagenstadt, was deren Anblick leider nicht charmanter machte. Aus Nah und Fern schienen Badegäste, Reiter, Surfer, Wochenendpendler und Tagesgäste anzureisen und ein emsiges Treiben machte sich um uns breit.

Wir dehnten unsere Spaziergänge immer mehr in Richtung Dünenlandschaft weg vom Parkplatz aus. Dort war es noch einsam und man konnte die zugemüllten Stellen vorne am Strandparkplatz fast vergessen. Aber eben nur fast.

Uns nahmen die nachhaltigen Veränderungen die hier durch rücksichtslose Dauercamper im Laufe der Jahre passiert sind ziemlich mit. Die schützenden Strandzäune die sich früher bis ganz noch vorne gezogen hatten waren wohl nach und nach der Grillwut Einzelner zum Opfer gefallen. In den vorderen Dünen lag massenhaft herrenloser Müll und man musste bei jedem Schritt Angst haben in Scherben oder ähnliches zu treten. Überall stank es bissig nach Kloake, von Leuten die in oder hinter die Dünen machten ohne Rücksicht darauf, dass sich hier auch ander zum Spaziergang bewegten oder gar Kinder sandelten. Eigentlich sollte man einen achtsameren Umgang erwarten mit dem letzten Strand Europas an dem „freies Stehen“ geduldet war – bis jetzt. Nun ist es auch hier vorbei – und es ist gut so!

Hier ein paar Einblicke in die traurige Entwicklung vom Plage Piemason:

So beschlossen wir Abschied zu nehmen und packten unsere 7 Sachen um andere, schönere Orte zu finden.

Einen Abstecher machten wir noch einmal in die Domaine de la Palissade ein Naturschutzprojekt, das zwischen dem Plage Piemanson und Salin de Giraud liegt. Es gibt ein Naturkundemuseum, eine Vogelbeobachtstation, einen kleinen Aussichtsturm von dem aus die einmalige Landschaft der Camargue bestaunt werden kann und ein kleines Pfädchen durch die Salinen, die sonst nicht betreten werden können.

Etwas wehmütig fuhren wir die uns so vertraute Straße entlang, vorbei an den großen Salzbergen und rosa Becken voll von Salinenkrebschen und fragten uns ob wir wohl jemals wieder herkommen würden.

Zunächst nahmen wir Kurs auf Saintes-Maries-de-la-Mer. Wir hätten lieber einen Bogen um den wohl touristischsten Ort der Gegend gemacht, aber Opa Uli erzählte so oft aus seinen Jugendjahren von ihm, dass wir sehen wollten, ob wir nicht ein Mitbringsel für ihn als Erinnerung fanden… außerdem war Ralf noch nie dort gewesen. Wie erwartet war der Ort voller Menschen – das lag nicht zuletzt daran, dass am Tag zuvor  die traditionelle Wallfahrt der Roma die «Procession des Gitans» war. Jedes Jahr am 24. Mai kommen tausende Pilger und Zuschauer an und Saintes-Maries wird zu einem riesigen Wohnwagenlager. Von der mittelalterlichen Festungskirche wird die Statue der heiligen Sara in einer Prozession bis zum Meer getragen.

Liam und Nele waren ganz verzückt vom emsigen Treiben, den vielen Läden mit kitschigem Tourikram und zumindest die beiden wurden fündig, was Mitbringsel anging.

Als sie sich endlich losreissen konnten, führte uns unser Weg direkt zum nächsten vielbesuchten Ort. Aber wir sollten angenehm überrascht werden von

Aigues Mortes

(Dienstag, 26.05 – Mittwoch, 27.05.2015)

Der Stellplatz für Wohnmobile liegt ganz direkt vor der imposanten Stadtmauer die noch vollständig erhalten ist und den gesamten historischen Teil der ehemaligen Hafenstadt Aigues Mortes umschließt. Durch die Verlandung liegt der Ort inzwischen 6 km vom Meer entfernt. Vom Stellplatz sind es nur wenige Schritte in den alten Kern hinein. Gleich nach dem Abendessen begaben wir uns auf Erkundungstour durch die schönen Gassen, in denen es bereits dämmerte.

Nach einer ruhigen Nacht wollten wir früh morgens gleich nochmal die Stimmung der Stadt erleben. Aigues Mortes zeigte uns beim Erwachen ein ganz anderes aber ebenso schönes Gesicht.

Emsiges Treiben in allen Winkeln und Gassen, Düfte und Gerüche.

Obwohl es uns hier sehr gut gefiel und auch mittags die Touristenmassen ausblieben setzten wir unseren Weg weiter Richtung Westen fort.

Wir wollten doch noch einmal unser Glück an einem anderen Strand versuchen und hatten uns dafür die Dünenlandschaft l’Espiguette ausgesucht. Der Wind blies hier zwar ebenso erbarmungslos, wie überall anders auch aber was Sauberkeit, Stellmöglichkeit und nette Nachbarinnen (einen lieben Gruß nach Tübingen 😉 ) anging wurden wir nicht enttäuscht.

L’Espiguette

(27. 05. – 29.05.2015)

Die wunderschöne Dünenlandschaft mit überwachtem Badebereich von l’Espiguette ist seit 1998 als Naturschutzgebiet ausgezeichnet.
Es handelt sich dabei um einen über 18 km langen und 700 m breiten Sandstrand der einen an eine Wüstenlandschaft erinnert. Manche Dünen sind bis zu 12m hoch und aus feinstem, weißen Sand. Stundenlang kann man hier laufen, entdecken, geniessen.

Es ist möglich ganz offiziell auf dem Parkplatz kostenpflichtig zu übernachten. Einziger Wehrmutstropfen war für uns, dass Elmo am (bewachten) Badestrand nicht willkommen war (hundefreier Strand). Abends gab es aber diesbezüglich kein Problem und wir genossen die Stimmung und die Sonnenuntergänge in dieser grandiosen Landschaft.

Nimmt man nicht gerade den „Haupteingang“ zum Badestrand sondern einen der vielen Nebeneinstiege, verlaufen sich die Menschenmassen auch bei Hochbetrieb sehr schnell und auch Hunde sind dann überhaupt kein Problem.

Schade, dass unsere Zeit hier so begrenzt war und wir nicht schneller von Piemanson aufgebrochen waren. Gerne wären wir länger als nur 3 Tage geblieben. Zu Hause erwartete uns aber der 18. Geburtstag von Luca, der vorbereitet werden wollte und wir hatten uns fest vorgenommen den Nachhauseweg in kleineren Etappen zu fahren um vorher im Inneren der Provence noch das ein oder andere Ziel anzusteuern.

Gleich nach dem Frühstück kehrten wir der Küste also den Rücken, ließen auch die Salinen, Flamingos und Camarguespferde hinter uns und arbeiteten uns immer weiter nordöstlich vor bis in den Luberon.

Nach ca. 140km erreichten wir

Bonnieux

(Dienstag 29.05. – Mittwoch 30.05.2015)

Es ging immer noch höher hinauf in dem kleinen Örtchen. Immerwieder konnte man einen atemberaubenden Blick auf die Ebene des Luberon erhaschen. Bonnieux selbst besticht durch kleine Gässchen und malerische Ecken in denen man trotz der vielen Besucher auch immer wieder allein sein konnte.

Im Ort selbst fanden wir keinen wirklich geeigneten Übernachtungsplatz. Da uns aber der nahegelegene Zedernwald neugierig gemacht hatte und noch etwas Zeit blieb, durchfuhren wir Bonnieux zunächst Richtung Lourmarin um dann auf dem Bergkamm rechts zum Foret des Cedres abzubiegen.

Absolute Stille empfing uns!

Hier war es so schön, hier wollten wir bleiben!

Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch den Wald der knorrigen Giganten wollten wir auch die Landschaft rund um den Zedernwald erkunden. Beim Durchstreifen der Umgebung entdeckten wir ein verlassenes wunderschönes aber auch sonderbares Anwesen. Ein Turm, mitten im Wald… wir wären nicht überrascht gewesen, wenn Rapunzel plötzlich ihr Haar herunter gelassen hätte.

Zu Hause lasen wir nach, dass hier ein kauziger Künstler namens Philippe gelebt hatte, der den Traum hegte einen Turm zu bauen von dem aus er das Meer sehen konnte. Der Traum scheiterte, den Philippe verstarb bevor der Turm (Tour de Philippe) fertig gebaut wurde und es wäre wohl architektonisch auch gar nicht möglich gewesen.

Wir haben da oben auf dem Bergkamm die stillste Nacht unseres Lebens genossen.

Stiller denn still!

Ausgeruht und gleich nach dem Aufstehen nahmen wir Kurs auf Rustrel – nicht des Ortes wegen sondern etwas anderes lockte uns noch ein bisschen weiter weg vom eigentlichen Heimweg. Wir ließen uns gerne locken und verbrachten einen beeindruckenden Tag im Ockerbruch von Rustrel, dem

Colorado de Provençal

Den Ockerbruch von Roussilion kannten wir schon von unserer Wohnmobiltour 2007. Viel größer und noch viel beeindruckender ist der Ockerbruch von Rustrel, der zurecht Colorado genannt wird. Im Gegensatz zu Rustrel kostet er auch keinen Eintritt, dafür wird eine Parkgebühr erhoben. Wohnmobile haben auch die Möglichkeit über Nacht zu stehen in einem schattigen Pinienwäldchen mit Picknickbänken.

Im Ockerbruch selbst gibt es verschiedene Touren die man abwandern kann und es ist sowohl für Kinderfüsse wie auch für geübte Wanderfüsse was dabei. Die Farbenvielfalt ist schlicht unbeschreiblich und lässt sich auch mit der Kamera nicht einfangen.

 

Immer wieder wechseln die Farben zwischen allenmöglichen orange und braun Tönen bis hin zu weiß, grün und lilafarbene Stellen ist alles dabei. Das muss man einfach selbst gesehen haben. Ein Besuch im Ockerbruch setzt trockenes Wetter voraus wie ihr euch sicherich denken könnt. Auch so fand man noch tagelang farbige Spuren im Wohnmobilbauch.

Nach diesen ganzen farbigen Eindrücken, wollten wir noch etwas Strecke zurücklegen. Wir schafften es bis Grignan, einem Örtchen in dem wir schon öfters Nächte verbracht hatten auf dem Weg in den süden oder zurück. Er liegt nur ca 20 km östlich von Orange. Hat man etwas Zeit, lohnt es sich mehrere Tage einzuplanen und auch das Umland zu erkunden. Dieses Mal aber, blieben wir nur eine Nacht.

Grignan

(Mittwoch 30.05.2015 – Donnerstag 31.05.2015)

Zu unserer Überraschung stellten wir fest, dass sich der Ort inzwischen auf Wohnmobile eingestellt und einen Womo-Stellplatz eingerichtet hat. Der alte Parkplatz direkt am Friedhof war wahrscheinlich immer voller geworden.

Nach dem Frühstück machten wir einen ausgedehnten Dorfspaziergang, weil der restliche Tag wieder viel Fahrerei bringen würde.

Immer wieder entdeckten wir doch noch neue Ecken und Gassen, die wir bisher noch nicht gesehen hatten. Das Dorf ist vorallem wegen seines imposannten Renaissance-Schlosses bekannt geworden, aber auch sonst hat es unheimlich viel Charme. Für uns wurde es aber Zeit sich wieder auf die Straße zu begeben. Heute wollten wir die größte Etappe Richtung Heimat schaffen.

Wehmütig nahmen wir Abschied von Grignan und irgendwie auch vom Süden und unserem Urlaub. Obwohl er ja noch nicht ganz zu Ende war.

Bis Baume-les Dames fuhren wir und fuhren und fuhren. Das Glück einen geeigneten Platz für die Nacht zu finden war uns nicht ganz so hold. Also wichen wir auf einen offiziellen Stellplatz zu 9€ die Nacht aus. Er ist nicht ganz einfach zu finden. Dafür liegt er direkt an einem Kanal mit Booten und tröstete uns damit über das trübe Wetter hinweg, das uns hier weiter nördlich empfing.

Aber auch hier waren wir nur zur Durchreise, weshalb es uns morgens schnell weiter zog. Wir nahmen also Abschied von den netten Nachbarn die wir hier kennengelert hatten (liebe Grüße nach Reutlingen) und tuckerten gen Schwarzwald, wo uns irgendwann die vertrauten Zwiebeltürme von St. Peter empfingen. Auf Elliot waren wir jetzt schon stolz, der uns die ganze Reise wieder treu durch Berg und Tl gebracht hat. Die Reifenpanne am Strand war fast schon vergessen. In St.Peter verbrachten wir unsere letzte Nacht wie so oft auf der Heimreise vom Süden im Hotel Oma und Opa im Schwarzwald und hatten alle zusammen einen wunderschönen Papierfliegerbasteltag zum Ausklang des Pfingsturlaubs 2015.

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